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Soziokulturelle Vielfalt

Die Vielfalt menschlicher Gemeinschaften bildet die Grundlage für ihr innovatives Fortbestehen. Zugleich birgt sie das Risiko von Fragmentierung und Selbstzerstörung. Deshalb sind kooperative Kompetenzen überlebensnotwendig.

Module

Gesellschaftliche Vielfalt und kooperatives Zusammenleben
Ressourcen, Gefahren und Handlungsmöglichkeiten

Im Umgang mit ihrer gewachsenen gesellschaftlichen Vielfalt hat die Schweiz im historischen Kontext grundlegende Erfahrungen gesammelt und darauf aufbauend praxiserprobte Grundpfeiler für den Zusammenhalt ihrer vier Soziokulturen entwickelt.

Neben der verfassungsmässig verankerten und von der Basis ausgehenden politischen Entscheidungsfindung, sind insbesondere die verinnerlichten und breit geteilten soziokulturellen Werte und Instrumente von zentraler Bedeutung.

Konsens- und Lösungsorientierung, Vernehmlassungsverfahren sowie interkulturelle Verständigung bilden wesentliche Kernelemente eines kooperativen Miteinanders.

Gerade in Zeiten sozial-politischer Krisen und Phasen global-politischer Spannungen sind diese Elemente entscheidend: Sie schützen die Gesellschaft vor Fragmentierung, stärken den Zusammenhalt und ermöglichen ein integratives Zusammenleben – auch im Kontext aktueller Migrationsströmen.

Inhalt und Ziele

  • Die Teilnehmenden erwerben wissenschaftlich fundiertes Wissen zu den Grundlagen menschlichen Verhaltens.
  • Sie schärfen ihr Bewusstsein für die historisch gewachsenen Grundpfeiler unserer Gesellschaft und deren Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt in der Gegenwart.
  • Sie setzen sich praxisnah mit Modellen der Verständigung und Kooperation in einer vielfältigen Gesellschaft auseinander und lernen, diese kreativ und wirkungsvoll anzuwenden.


Rahmen und Zielsetzung

Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung.
Halbtag: Vertiefter, praxisnaher Einblick in die Thematik.
Ganztag: Übungen zu den konkret erworbenen Erkenntnissen.

Mehrtägiges Lehrkonzept auf Anfrage.

Vielfalt und Beziehungsgestaltung im Schulkontext

Die soziokulturelle Vielfalt an unseren Schulen ist heute ein prägender Faktor für die Beziehungsgestaltung. Sie betrifft alle Beteiligten: Schulpersonal, Kinder und Jugendliche, Schulbehörden sowie Eltern.

Die Gestaltung vertrauensvoller und zukunftsgerichteter Beziehungen kann die Schule und ihr Umfeld zu Ausgangspunkt und Motor für kooperative, interkulturelle Persönlichkeitsentfaltung machen.

Ausgehend von Bedürfnissen wie Orientierung und Selbstwert gehen wir in dieser Weiterbildung auf jene Aspekte ein, die eine konstruktive Zusammenarbeit stärken und zu einer gelingenden Beziehungsgestaltung beitragen können.

Inhalt und Ziele

  • Die Mitarbeitenden der Schule erwerben fundiertes Wissen über gemeinsame Grundlagen unterschiedlicher Soziokulturen und erkennen deren Bedeutung für den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen.
  • Sie setzen sich selbstreflexiv und ressourcenorientiert mit zentralen Aspekten interkultureller Verständigung auseinander.
  • Sie verstehen migrationsspezifische Faktoren, die die Beziehungsgestaltung massgeblich beeinflussen.
  • Sie sind in der Lage, die gewonnenen Erkenntnisse gewinnbringend in den Schulalltag zu integrieren.


Rahmen und Zielsetzung

Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung.
Halbtag: Vertiefter Einblick in die Thematik.
Ganztag: Übungen zu den konkret erworbenen Erkenntnissen.

Persönlichkeitsentwicklung in der soziokulturellen Vielfalt
Bedürfnisse, Sozialisierung und Identitätsbildung

Für Menschen, die in Familien mit Migrationshintergrund hineingeboren werden und somit in der Herkunftssoziokultur ihrer Eltern sowie in der einheimischen Soziokultur zugleich aufwachsen, erhält die Identitätsbildung eine erweiterte Dimension: Zwei 3- dimensionale Interaktionsräume überlagern sich und beeinflussen miteinander.

Die bewusste Wahrnehmung dieser besonderen Lebenssituation bildet die Grundlage für eine kooperative Persönlichkeitsentwicklung in der soziokulturellen Vielfalt.

Inhalt und Ziele

  • Die Teilnehmenden erwerben Wissen über psychologische und soziokulturelle Aspekte von Identitätsbildungsprozessen.
  • Sie verstehen den Zusammenhang zwischen Bedürfnisse, Bedürfnisbefriedigung und ihrer besonderen soziokulturellen Prägung.
  • Sie setzen sich selbstreflexiv und ressourcenorientiert mit dem eigenen Identitätsbildungsprozess auseinander.
  • Sie können ihre multiplen Identitätsaspekte und Zugehörigkeiten bewusst und kreativ für die Gestaltung kooperativer Beziehungen nutzen.


Rahmen und Zielsetzung

Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung.
Halbtag: Vertiefter Einblick in die Thematik.
Ganztag: Übungen zu den konkret erworbenen Erkenntnissen.