Zum Inhalt springen

Migration/Integration

Die Geschichte von Migration ist nicht nur Teil der Menschheitsgeschichte. Sie ist auch Teil jeder individuellen Biografie. Integration ist daher ein fortlaufender, subjektiver und zugleich gesellschaftlicher Prozess.

Module

Das Leben in einer völlig fremden Soziokultur
Migrationsspezifische Aspekte einer neuen Lebenswelt

Hineingeboren in bestehende soziokulturelle Verhältnisse, erlernen und verinnerlichen Menschen die gegebenen Bedingungen und Fertigkeiten, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Gelangen sie – aus welchem Grund auch immer – in eine völlig neue soziokulturelle Umgebung, erfahren sie, dass die bisher erlernten und intuitiv eingesetzten Mittel nicht mehr in gleicher Weise wirksam sind.

Im Spannungsfeld zwischen Herkunftssoziokultur und der Soziokultur der neuen Heimat beginnt ein neuer Lernprozess. Die daraus entstehende migrationsspezifische Soziokultur unterscheidet sich dabei wesentlich sowohl von der Herkunftskultur als auch von derjenigen der neuen Umgebung.

Inhalt und Ziele

  • Die Teilnehmende erwerben fundiertes Wissen über zentrale Aspekte dieser Lebenswelt.
  • Sie reflektieren verborgene Lernprozesse und erkennen die damit verbundenen psychischen Befindlichkeiten.
  • Sie entwickeln ein Verständnis für Verhaltensveränderungen und Prozesse des Identitätswandels.
  • Sie analysieren unbewusst wirkende migrationsspezifische Faktoren im Verständigungsprozess und sind in der Lage, damit konstruktiv umzugehen.


Rahmen und Zielsetzung

Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung
Halbtagsmodul: Vertiefter, praxisnaher Einblick in die Thematik.
Ganztagsmodul: Übungen zu den konkret erworbenen Erkenntnissen.


Erweiterte Angebote

Coaching; Einzel- und Gruppensupervision.

Migration – kooperative Integration
Formen, Prozesse und Handlungen

Für Einheimische ist es oft eine Herausforderung, die Erlebniswelten von migrierenden Menschen nachzuvollziehen. Der Blick von aussen auf Migrationsprozesse lässt verborgene Problemlagen und emotionale Befindlichkeiten häufig nur unzureichend erkennen.

Der in dieser Weiterbildung vorgestellte Ansatz stellt den Zusammenhang zwischen dem allgemeinen Phänomen Migration und der individuellen Biografie der einzelnen Menschen in den Mittelpunkt. Er knüpft an eigene Lebenserfahrungen an und ermöglicht so eine empathische Perspektive sowie ein vertieftes Verständnis für die gelebte Wirklichkeit.
Auf diese Weise trägt er dazu bei, Barrieren und Blockaden im Integrationsprozess zu überwinden und irreführende Schuldzuschreibungen zu reduzieren. Gleichzeitig setzt er bei allen Beteiligten neue Energie frei, stärkt vorhandene Ressourcen und eröffnet Perspektiven für eine kreative Gestaltung der Beziehungen zwischen migrierenden und einheimischen Menschen.

Inhalt und Ziele

  • Die Teilnehmenden eignen sich in selbstreflexiver Weise Wissen über den neuen Ansatz an.
  • Sie setzen sich differenziert mit den psychischen und sozialen Prozessen der Migration auseinander.
  • Sie erfahren anhand von Übungen unterschiedliche Formen von Migration als Teil eigener Lebenserfahrungen.
  • Sie verstehen die damit verbundenen Befindlichkeiten und deren Einfluss auf konkreten Verhaltensmustern.
  • Sie erarbeiten die zentralen Voraussetzungen für eine gelingende, kooperative Integration.


Rahmen und Zielsetzung

Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung.
Halbtag: Vertiefter Einblick in die Thematik.
Ganztag: Übungen zu den konkret erworbenen Erkenntnissen.