Grundlagen
Bedürfnisse und ihre Befriedigung bestimmen das menschliche Denken, Fühlen und Handeln. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse dazu liefern ein neues Verständnis. Die Konsequenzen für die Gestaltung menschlicher Beziehungen sind weitreichend.
Module
Menschliche Beziehungen
Bedürfnisse, Befriedigung und unterschiedliche Beziehungsgestaltung
Grundlegend und universell sind die biologisch verankerten Bedürfnisse. Für die Gestaltung menschlicher Beziehungen ist jedoch die sozio-kulturell bedingte Art und Weise der Befriedigung ausschlaggebend. Die neueren Erkenntnisse dazu deuten auf ein Grundprinzip hin: Bedürfnisse können kooperativ, miteinander oder konkurrenzierend, auf Kosten anderer, befriedigt werden. Die daraus entstehenden menschliche Beziehungen weisen drei asymmetrischen Grundmuster auf, welche unbewusst den Verlauf jeder Interaktion bestimmen.
Inhalt und Ziele
- Die Teilnehmenden eigenen sich Wissen über den theoretischen Ansatz zu den Grundlagen menschlicher Bedürfnisse und deren Befriedigung an.
- Sie kennen die Bedeutung in den soziokulturellen Prägungen für das Leben und Überleben der Menschen und können deren Unterschiede adäquat einordnen.
- Sie verstehen den Zusammenhang zwischen der Bedürfnisbefriedigung und den asymmetrischen Grundmustern menschlicher Beziehungen.
- Sie setzen sich mit dem Interaktionsmodell «Wechselseitige Asymmetrie – Die Wippe» auseinander und können dieses in ihre Praxis integrieren.
Rahmen und Zielsetzung
Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung.
Halbtag: Vertiefter, praxisnaher Einblick in die Thematik.
Ganztag: Übungen zu den konkret erworbenen Erkenntnissen.
Für mehrtätige Module bitte anfragen.
Erweiterte Angebote
Der Grundkurs kann je nach Wirkungsfeld gemäss individuellen Wünschen aufgebaut und vertieft werden. Zum Beispiel: Führung in soziokultureller Vielfalt; Lehrtätigkeit und andere Aufgaben im schulischen Kontext; Arbeit in sozialen Bereichen; Tätigkeit im Gesundheitswesen; Psychotherapie; Teamarbeit; Coaching; Einzel- und Gruppensupervision.
Die Funktionen von Vorurteil und Stereotyp im sozialen Kontext
Entstehung, Verlauf und Wirkungsfelder
In den herkömmlichen Theorieansätzen werden Vorurteile und Stereotype als Störfaktor in zwischenmenschlichen Beziehungen angesehen. Neuropsychologische Erkenntnisse liefern jedoch eine neue Grundlage für ein anderes Verständnis: Vorurteile und Stereotype dienen der Befriedigung von Bedürfnissen und haben damit einen direkten Einfluss auf die Gestaltung menschlicher Beziehungen.
Inhalt und Ziele
- Die Teilnehmenden eigenen sich selbstreflexiv neue Erkenntnisse über Entstehung, Verlauf und Funktionen von Vorurteilen und Stereotypen an.
- Sie setzen sich anhand von konkreten Beispielen aus dem jeweiligen Arbeitsfeld mit der Wirkung von Vorurteilen und Stereotypen vor und während der Begegnung auseinander.
- Sie lernen insbesondere in Konfliktsituationen konstruktiv damit umzugehen.
Rahmen und Zielsetzung
Interaktives Referat: Allgemeine Sensibilisierung.
Halbtagsmodul: Vertiefter Einblick in die Thematik.
Ganztagsmodul: Übungen zu den erworbenen Erkenntnissen.
Für mehrtätige Module bitte anfragen.
Erweiterte Angebote
Bedeutung & Wirkung von Vorurteil und Stereotyp:
Verhandlungen im interkulturellen Kontext; Zusammenarbeit in nicht homogenen, vielfältigen Teams; Führung in der soziokulturellen Vielfalt.